Fotografiert von: Temur Gugushvili
Fotografiert von: Temur Gugushvili
Der Bergtourismus in den Alpen und im Kaukasus steht vor wachsenden Herausforderungen hinsichtlich der Resilienz - ReMoDe (Resilienz Mountain Destinations) geht diese direkt an. Einblicke, wie dieses georgisch-österreichische APPEAR-Projekt lokale Akteure stärkt und langfristig Krisenreaktionsfähigkeiten aufbaut.
Das Projekt ReMoDe, eine gemeinsame Initiative der Universität Innsbruck (Österreich) und der Tbilisi State University (Georgien), hat sein erstes Jahr mit vielversprechenden Ergebnissen bei der Verbesserung der Krisenresilienz in Bergtourismusdestinationen in den Alpen und im Kaukasus erfolgreich abgeschlossen.
Mit Schwerpunkt auf den Regionen Kaunertal (Österreich) und Mestia (Georgien) hat das Projekt Tourismusfachleute, lokale Behörden und Interessengruppen der Gemeinden in einer partizipativen Initiative zusammengebracht, um Schwachstellen zu bewerten und maßgeschneiderte Resilienzindikatoren zu entwickeln. Interaktive Workshops und Kartierungsübungen haben die Grundlage für einen robusten, wissenschaftlich fundierten Rahmen geschaffen, um die Widerstandsfähigkeit von Reisezielen gegenüber externen Schocks zu bewerten und zu stärken.
Ein entscheidender Moment war der transnationale Stakeholder-Workshop in Österreich, bei dem georgische Vertreter das Kaunertal besuchten, um sich am interkulturellen Austausch zu beteiligen. Dieser Dialog vertiefte das gegenseitige Verständnis für regionale Unterschiede und gemeinsame Herausforderungen bei der Widerstandsfähigkeit des Bergtourismus erheblich.
“Die Begeisterung und das Engagement, das wir bei den Interessengruppen an beiden Standorten gesehen haben, war bemerkenswert”, erklärte Projektleiterin Sarah Schönherr. Gvantsa Salukvadze, Co-Projektleiterin, fügte hinzu: “Die Erkenntnisse der Stakeholder sind von unschätzbarem Wert, um sicherzustellen, dass unser Resilienz-Rahmenkonzept den Herausforderungen der realen Welt gerecht wird.”
Auf der Grundlage wissenschaftlicher Literatur und Beiträgen von Interessengruppen hat das Projekt erhebliche Fortschritte bei der Entwicklung eines umfassenden Sets von Resilienzindikatoren erzielt. Diese werden in die Gestaltung einer digitalen Plattform zur Überwachung und Bewertung der Resilienz über Zeit hinweg miteinfließen.
Mit Blick auf die Zukunft wird sich ReMoDe auf den Ausbau der Datenerhebung, die Erstellung eines Resilienzindexes und die Stärkung der Doktorandenprogramme an beiden Partneruniversitäten konzentrieren, um einen langfristigen Kompetenzaufbau und internationalen Wissensaustausch sicherzustellen.